Der Manuka-Standard der neuseeländischen Regierung umfasst die Prüfung von vier natürlichen chemischen Markern sowie einen DNA-Test.
Dadurch wird sichergestellt, dass:
- echter neuseeländischer Manuka-Honig geschützt wird.
- Verbraucher keinen gefälschten Manuka-Honig kaufen.
- neuseeländische Imker einen authentischen Manuka-Honig vermarkten können.
Was sind chemische Marker?
Chemische Marker sind natürliche Verbindungen, die in Manuka-Honig vorkommen.
Sind diese Stoffe in den richtigen Konzentrationen vorhanden, weist dies darauf hin, dass der Honig tatsächlich aus dem Nektar der Manuka-Pflanze stammt.
Die vier chemischen Marker (MPI-Standard)
1. 3-PLA (3-Phenylmilchsäure)
Bestätigt, dass es sich um Manuka-Honig handelt.
- Kommt in hoher Konzentration in Manuka-Honig vor.
- Zeigt, dass der Honig aus Manuka-Nektar stammt.
2. 2-MBA (2-Methoxybenzoesäure)
Ist ein eindeutiger Hinweis auf echten Manuka-Nektar.
- Stammt direkt von der Manuka-Pflanze.
- Kommt in anderen Honigsorten nur selten vor.
3. 2-MP (2-Methoxyacetophenon)
Hilft dabei, Manuka-Honig von anderen Blütenhonigen zu unterscheiden.
- Ist sehr spezifisch für Manuka-Honig.
4. 4-HPLA (4-Hydroxyphenylmilchsäure)
Hilft, den botanischen Ursprung des Honigs zu bestätigen.
- Kommt in Manuka-Honig vor.
- Ergänzt zusammen mit 3-PLA den wissenschaftlichen Nachweis.
Warum werden vier chemische Marker geprüft?
Ein einzelner chemischer Marker reicht nicht aus.
Auch andere Pflanzen können geringe Mengen ähnlicher Verbindungen enthalten. Erst wenn alle vier Marker gleichzeitig in den vorgeschriebenen Konzentrationen nachgewiesen werden, liefert dies einen eindeutigen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es sich um echten Manuka-Honig aus Neuseeland handelt.
Der DNA-Test
Der Standard der neuseeländischen Regierung umfasst außerdem einen DNA-Test der Manuka-Pflanze.
Dieser bestätigt, dass der Nektar tatsächlich von Manuka-Blüten aus Neuseeland stammt.